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28.10.2011 Gemeinsam sind wir stark - Umfangreiches Übungsszenario von THW, Feuerwehr und BRK abzuarbeiten

Berichte - Übungen

Dienstag, den 01. November 2011 um 10:15 Uhr

Einsatzübung in der Sandgrube der Firma Plail Zu einer „kleinen" Übung am Freitag, 28.10.2011 waren wir zum THW Forchheim eingeladen und sollten die Tätigkeiten des Bergungszuges mit einem Löschgruppenfahrzeug und dem RW 2 unterstützen. Ich war als Zugführer mit der Führung unserer Abordnung betraut und mit unserem MZF unterwegs. Nach kurzer Einweisung in den Übungsablauf hatten wir den Bereitstellungsraum in Forchheim Süd zu beziehen. Von dort wurden wir zum Schadensort abgerufen: „Verpuffung bei Koordinate PA 4711 - 0815; Erreichen Sie Schadensort mit Sondersignal; Benutzen Sie nicht die BAB A 73" lautete die Vorgabe der Übungsleitung.

Dann mal her mit der Karte 1:50000! In Absprache mit dem Bergungszugführer wurde uns schnell klar, dass wir uns zur Sandgrube der Firma Plail zu begeben hatten.

Einsatzübung in der Sandgrube der Firma Plail Nach dem Eintreffen wurden wir zunächst aus Sicherheitsgründen von der Übungsleitung an der Erkundung gehindert, da noch eine „Explosion" erfolgen würde. Dann ging auch schon das Feuerwerk los! Ein lauter Knall gepaart mit einem Flammenmeer zeigte uns den genauen Schadensort.

Zusammen mit dem Zugführer des THW und dessen Führungsgehilfen erkundeten wir das Schadenszenario. Zunächst gingen wir von einem brennendem Pkw nach Explosion mit umfangreicher Brandausbreitung und zahlreichen Sekundärfeuern aus. Schon war mir klar, dass das keine kleine Übung werden würde. Die Kräfte des THW nahmen zunächst die großflächige Ausleuchtung der Einsatzstelle mittels der Flutlichtanhänger vor. Zeitgleich wurde die Brandbekämpfung durch meine Feuerwehrkräfte aufgenommen.

Einsatzübung in der Sandgrube der Firma Plail Schon war die nächste Einlage zu bewältigen: ein verletztes Kind, das uns in die Arme lief, berichtete von insgesamt acht Kindern, die sich zum Spielen in dem Gelände aufgehalten hatten und versprengt im Gelände seien. „Da haben wir ja einiges zu tun", dachte ich mir. Während der Junge in die Obhut der BRK-Kräfte gegeben wurde, kam die nächste Überraschung, als ein Funkspruch „Pkw auf Dach; mehrere Personen schwer eingeklemmt" aus dem Handfunkgerät quäckte.

Somit galt es den Einsatzschwerpunkt zu ändern und die Einsatzabschnitte in gemeinsamer Abstimmung festzulegen.

Abschnitt 1: Befreiung der Personen im Pkw; Abschnittsführung Zugführer THW; Kräfte: RW 2 und GKW I

Abschnitt 2: Brandbekämpfung und Vermisstensuche; Abschnittsführung Zugführer Feuerwehr; Kräfte: Löschgruppenfahrzeug und GKW II

Weiterhin wurde die Verletztensammelstelle bestimmt.

Einsatzübung in der Sandgrube der Firma Plail Nun ging es Schlag auf Schlag und die einzelnen Szenarien wurde abgearbeitet. Dabei gestaltete sich die Rettung eines Verletzten (Pfählungsverletzung mit offene Bauchdecke) aus einem Trümmergelände und die Befreiung der eingeklemmten Personen aus dem Pkw als die schwierigsten Aufgaben. Auch die Vermisstensuche (insgesamt 11) dauerte seine Zeit.

Einsatzübung in der Sandgrube der Firma Plail Nach fast zwei Stunden wurde dann Übungsende befohlen und nach einer kurzen Besprechung noch am Schadensort ging es in die THW Unterkunft zum kameradschaftlichen Teil. Zeitgleich wurde in den Reihen der eingesetzten Führungskräfte die Übungsbilanz gezogen, die von allen Beteiligten als äußerst positiv bewertet wurde.

Einsatzübung in der Sandgrube der Firma Plail Fazit: Eine umfangreich und bestens vorbereitete Übung verdeutlichte uns sehr eindringlich die unterschiedlichen Aufgaben von THW und Feuerwehr. Die Zusammenarbeit war sehr positiv und gewinnbringend. Vielen Dank für die Einladung. Wir kommen gerne wieder!

Alles in allem: gemeinsam sind wir stark!

PS. Ursache des angenommenen Infernos war eine stillgelegt geglaubte Gasleitung, die bei Werksarbeiten beschädigt wurde. Der daraus resultierende Gasaustritt führte zu einer Explosion.