Aktuelles
Termine
- 24.02.2012 | 18.30 Einweihung GW-Logistik
- 29.02.2012 | 19.00 Atemschutz
- 29.02.2012 | 19.00 THL
17.12.2011 Was wird Joachim machen
Berichte - Einsätze
Sonntag, den 18. Dezember 2011 um 19:28 Uhr
Diese Frage stellten sich am 16. Dezember sicherlich viele Bewohner der Republik, denn eigentlich gab es am besagten Freitag kein anderes Thema mehr. Um eventuellen Missverständnissen vorzubeugen, ich rede hier selbstverständlich nicht vom Bayerischen Innenminister Joachim Herrmann, sondern vom Sturmtief Joachim, dass am genannten 16.12.2011 von Frankreich kommend über die Republik und speziell über die südlichen Landesteile hinweg ziehen würde und erhebliches Unwetterpotenzial mit sich führte. Der Deutsche Wetterdienst reagierte bereits frühzeitig und gab für ganz Bayern eine entsprechende Unwetterwarnung vor Sturm- und Orkanböen und starken Regen- und Schneefällen heraus.
Unbegründet war diese Unwetterwarnung sicherlich nicht. Bereits in den Morgenstunden hatte das Sturmtief in Frankreich und in den westlichen Teilen Deutschlands erhebliche Schäden angerichtet und beispielsweise den Zugverkehr zum Erliegen gebracht. Auch der „Wetterochs" warnte vor dem Sturmtief und verglich die Wetterlage mit vergleichbaren Wetterereignissen in den zurückliegenden Jahren.
Die Ordnungsbehörden der Städte waren aufgeschreckt. In zahlreichen fränkischen Gemeinden wurden vorsichtshalber die Weihnachtsmärkte geschlossen und Freiluftveranstaltungen abgesagt. Gegen Mittag des 16. Dezember stand auch im Raum, den weltberühmten Nürnberger Christkindlesmarkt aus Sicherheitsgründen zu räumen (was hätten da bloß die vielen amerikanischen und japanischen Besucher gemacht?). Auch die Presse reagierte auf den heran rollenden Sturm. Die Redaktionen fragen beispielsweise bei mir nach, wie sich die Feuerwehr auf den Sturm vorbereiten wird. Ich erklärte immer wieder, dass keine besonderen Vorbereitungen geplant sind und die Feuerwehr und andere Hilfsorganisationen dann, wenn evtl. Schadensereignisse eintreten sollten, entsprechend reagieren würden.
Wie ging es weiter? In den Nachmittagsstunden setzte auch bei uns stärkerer Regen ein und Windböen ließen die Bäume schwanken. Als ich gegen 16:15 Uhr wieder mal auf die Unwetterkarte des DWD schaute, war ich eigentlich schon etwas froh, für unseren Landkreis war die Unwetterwarnung aufgehoben. Lediglich für die Bayerischen Landkreise südlich von Nürnberg bestand die Unwetterwarnung fort. So ging der Sturm für uns im Stadtgebiet ohne Einsätze unserer Wehr glimpflich vorbei. Selbst der höchste Weihnachtsbaum in der Stadt auf dem Schlauchturm der Feuerwache in der Egloffsteinstraße hielt dank einer am Freitagnachmittag noch schnell angebrachten zusätzlichen Sicherung den Sturmböen stand.
Wie aus allgemein zuverlässiger Quelle zu erfahren war, mussten im Stadtgebiet lediglich die Kameraden aus Kersbach ausrücken, um den dortigen Kindergarten wieder einmal mit Sandsäcken vor den heran strömenden Wassermassen zu schützen. Auch im Forchheimer Oberland waren einige Feuerwehren wegen des Sturms gefordert.
| < Zurück | Weiter > |
|---|


