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23.08.2010 Scheune und Stall nicht mehr zu retten
Berichte - Einsätze
Freitag, den 27. August 2010 um 15:14 Uhr
Gegen 20.00 Uhr am 23. August 2010 brannte in Effeltrich eine Scheune mit Stallung bis auf die Grundmauern nieder. Die dort untergebrachten rd. 100 Tiere konnten aus dem Stall gebracht bzw. wegen der vorhandenen Betondecke im Stall belassen werden. Es entstand ein Sachschaden von rd. 500.000,-- Euro. Bereits wenige Minuten nach der Alarmierung trafen die ersten Einsatzkräfte an der Brandstelle ein und begannen mit der Löschtätigkeit. Da zu diesem Zeitpunkt der Dachstuhl der Scheune bereits in Vollbrand stand, war die wichtigste Aufgabe der Wehren, eine benachbarte nur wenige Meter entfernt stehende Scheune trotz der enormen Wärmestrahlung zu schützen, was schließlich auch gelang. Im Einsatz befanden sich die Wehren aus Effeltrich, Forchheim, Reuth, Kersbach, Langensendelbach, Hetzles, Gaiganz, Hagenau, Neunkirchen und Poxdorf mit insgesamt rd. 130 Einsatzkräften unter der Führung des Effeltricher Kommandanten Bernd Malter.
Auch mehrere Kreisbrandinspektoren und Kreisbrandmeister eilten nach Effeltrich, um die Einsatzleitung zu unterstützen. Unsere Wehr wurde um 20.21 Uhr durch die ILS nachalarmiert. Es rückten nach wenigen Minuten die Drehleiter, das TLF 20/40, das LF 16/12, das MZF mit Zugführer sowie der KdoW mit Stadtbrandinspektor aus. Das TLF sowie das LF konnten bereits frühzeitig wieder aus dem Einsatz entlassen werden. Die Drehleiter blieb bis gegen 0.50 Uhr in Effeltrich. Neben den vorgenannten Fahrzeugen wurde auch die UG-OEL des Landkreises, untergebracht in unserem Gerätehaus, nach Effeltrich gerufen. Diese Mannschaft unterstützte die Einsatzleitung bis ca. 2.30 Uhr.
Probleme bereitete den Wehren die schwierige Wasserversorgung. Aus diesem Grund mussten rd. 150 m lange Schlauchleitungen zu den nächsten geeigneten Wasserentnahmestellen verlegt werden. Die bis unter das Dach mit Stroh gefüllte Scheune bot dem Feuer jedoch reichlich Nahrung. An ein Ablöschen war somit nicht mehr zu denken, sie brannte bis auf die Grundmauern nieder.
Stark vertreten war bei diesem Einsatz auch das BRK. Neben den üblichen Rettungswägen rückte auch die schnelle Einsatzgruppe der Sanitätsbereitschaft Forchheim 1 aus und errichtete vorsorglich eine mobile Verletztensammelstelle, die jedoch gottlob nicht in Anspruch genommen werden musste. Außer einem Feuerwehrmann mit leichter Rauchvergiftung waren keine Personenschäden zu vermelden.
Gegen 21.30 Uhr wurde zusätzlich zu den zahlreichen Wehren auch das THW Forchheim gerufen, um mit schwerem Gerät bei der Entfernung des teilweise immer noch glimmenden Brandguts auszuhelfen.
Am 24. August gegen 6.00 Uhr erfolgte die Alarmierung der FFW Heroldsbach, da in Effeltrich nochmals die Wärmebildkamera zum Einsatz kommen sollte. Irrtümlich wurde gleichzeitig auch unsere Wehr alarmiert, was bei den noch von der Nacht geschafften Einsatzkräften keinen Anklang fand.
Die Kriminalpolizei Bamberg hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Wie der Presse zu entnehmen war, sprach der Effeltricher Bürgermeister Richard Schmidt, der nur rd. 200 m vom Brandobjekt entfernt wohnt, von einem anfänglichen Knall, was auf eine Verpuffung hindeuten würde.
Abschließend danken wir ausdrücklich der FFW Reuth, die uns dankenswerter Weise umfangreiches Bildmaterial über den Großbrand zur Verfügung gestellt hat.
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