Die Stadt Forchheim lud zum Ehrungsabend

Der traditionelle Ehrungsabend, zu dem auch in diesem Jahr wieder die Stadt Forchheim einlud, fand am 16. November im Pfarrsaal Don-Bosco statt.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen selbstverständlich die Ehrungen für langjährig Aktive aus den Ortsteilwehren sowie aus der Stadtfeuerwehr im Auftrag des Bayerischen Innenministers Joachim Herrmann.

 

In seiner Begrüßung konnte Oberbürgermeister Dr. Uwe Kirschstein unter anderem Vize-Landrat Otto Siebenhaar, Bürgermeister Franz Streit, Kreisbrandrat Oliver Flake sowie zahlreiche Aktive aus den Wehren, Vertreter aus dem Stadtrat und der Verwaltung sowie Abordnungen der weiteren in Forchheim tätigen “Blaulichtorganisationen” willkommen heißen.

 

 

Sein Gruß ging selbstverständlich auch an die Feuerwehrkapelle unter der Leitung von Heinz Bedürftig, die den Abend musikalisch umrahmte.
Der Oberbürgermeister erklärte, dass er sich auf diesen Abend freue und die Stadt diese Veranstaltung als Würdigung für die geleistete Arbeit der Wehren gerne ausrichte.

 

Vize-Landrat Otto Siebenhaar dankte zunächst für die freundliche Begrüßung. Er erklärte, dass es im Landkreis unzählige Gruppierungen und Vereine mit Daseinsberechtigung gibt. Die Feuerwehren und das THW sind jedoch die wichtigsten Institutionen, denn wenn es ernst wird, werden sie dringend gebraucht. Durch die heute Geehrten wurden im Laufe der Zeit Monate und Jahre ehrenamtlich Dienst geleistet. Er danke in diesem Zusammenhang allen, die sich ehrenamtlich in Hilfsorganisationen engagieren.

 

Durch Otto Siebenhaar, dem Oberbürgermeister, dem Stadtbrandinspektor und Kreisbrandrat Oliver Flake wurden anschließend folgende Aktive mit dem Ehrenzeichen geehrt:
Für 40 Jahre aktiven Dienst Ewald Hack und Hermann Weber von der Feuerwehr Burk.
Für 25 Jahre aktiven Dienst Tobias Hofmann von der Feuerwehr Kersbach, Andre Scholz und Alexander Schwitalla von der Feuerwehr Buckenhofen sowie Dr. Hubert Oltsch von der Forchheimer Feuerwehr.

 

 

Der Oberbürgermeister danke anschließend den Geehrten im Namen der Stadt Forchheim für die geleistete Arbeit. “Feuerwehrmann war ich in meiner Heimat nie, aber mehrere meiner Freunde und da ich eine Funkausbildung hatte, durfte ich oft in der der Feuerwehr mithelfen”, so der Oberbürgermeister. Nachfolgend verglich er Bergsteigen mit Seil sowie Feuerwehr und Kameradschaft. Beides Gemeinschaften, die ohne Seil bzw. ohne Kameradschaft nicht funktionieren würden.

 

Als nächster Redner sprach Stadtbrandinspektor Jürgen Mittermeier. Er erinnerte zunächst an das doch anstrengende Jubiläumsjahr “150 Jahre Freiwillige Feuerwehr Forchheim” mit zahlreichen Veranstaltungen. Wie sah das Feuerwehrwesen früher aus und wie geht es heute von statten. Kennt ihr auch die Aussagen, so Mittermeier, “früher haben wir auch mit einfachen Strahlrohren Feuer gelöscht, mit dem nassen Handtuch vor dem Gesicht Menschen gerettet und mit dem Brecheisen Verletzte aus Unfallfahrzeugen geborgen”. Bei manchen Erzählungen von älteren Kameraden glaubt man nicht immer alle Details. Doch mittlerweile wurde wissenschaftlich Beweis geführt, dass es zu Zeiten ohne moderne Baustoffe, bei undichten Fenstern und mit wenig Kunststoff in den Wohnungen sehr wohl möglich gewesen ist, auch die nasse Handtuchmethode erfolgreich einzusetzen.

 

Der Faktor Mensch war, ist und wird immer die ausschlaggebende Rolle in Sachen Technische Hilfeleistung und Abwehrenden Brandschutz darstellen. Eine Rettung ohne Retter wird es trotz der immer weiter fortschreitenden Technik so nicht geben. Ein stetig wachsender Straßenverkehr, immer mehr gefährliche Güter auf Straßen, Wasserwegen und Schienen müssen bessere Einsatzmittel hervorbringen, mit denen gut geschulte Kameraden einen guten “Job” machen können. Sind wir deshalb besser als Kameraden, die vor uns ihren Dienst gemacht haben, sind wir deshalb heute Helden? Das glaube ich nicht, so der SBI, es ist aber anspruchsvoller und gefährlicher geworden, seinen Feuerwehrdienst in der heutigen Zeit auszuüben. Mit Dankesworten an die Geehrten, an eine vorausschauende Politik, einen fortschrittlich denkenden Kreisbrandrat und vor allen Dingen an alle Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren unserer schönen Stadt beendete Jürgen Mittermeier sein Grußwort.

 

Als letzter Redner begab sich KBR Oliver Flake an das Pult und dankte zunächst der Stadt für den Ehrungsabend, der für alle Dienstleistenden im Forchheimer Stadtgebiet abgehalten wird. Die Feuerwehren der Stadt Forchheim sind das Rückgrat der Gefahrenabwehr im Landkreis, so der KBR. Immer neue Wohngebiete, neue Industriebereiche und Technologieunternehmen führen zu immer mehr Aufgaben für die Feuerwehren. Auch hat sich die Gesellschaft gewandelt. So wird die Feuerwehr heute zu Einsätzen gerufen, die es früher nicht gab. Als Beispiel nannte der KBR eine Alarmierung, die die Forchheimer Wehr kürzlich nach Burk führte. Dort steckte ein Vogel kurzzeitig mit dem Schnabel im Baum fest. Als die Drehleiter anrückte, war der Vogel aber schon wieder verschwunden. Früher regelte derartige Dinge die Natur selbst ohne Feuerwehr, indem zum Beispiel die Katze auf den Baum kletterte und den Vogel schnappte. Zum Abschluss seines Grußwortes dankte der Kreisbrandrat der Politik für den gemeinschaftlichen Weg. Mit den Worten “wir müssen heute die Weichen stellen für die Aufgaben in 10 oder 15 Jahren – es werden große Herausforderungen auf uns zukommen”, beendete Oliver Flake seine Ausführungen.

 

Dem offiziellen Teil der Veranstaltung schloss sich ein gemütliches Beisammensein und ein Abendessen an.